"Es braucht mehr Menschen, die diese Frauen empowern und unterstützen."

Ein Praxisbericht von Tabita Öhlein: The Justice Project e. V.

Wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?
Ich habe mein Praxissemester bei Justice Project e. V.* im Bereich „OASE“ in Karlsruhe absolviert. Dies ist eine Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel. Ich bin durch Freund*innen auf die
Stelle aufmerksam geworden. Sie haben mir davon erzählt, weil sie wussten, dass mir die Arbeit mit Frauen, insbesondere die Arbeit mit Betroffenen von Menschenhandel, am Herzen liegt.

Was waren deine Aufgaben?
Meine Aufgaben waren sehr breitgefächert. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte die Kontaktarbeit und die Begleitung von Klient*innen und die dazugehörende Kooperation und Kommunikation
mit ihnen. Zusätzlich habe ich die Klient*innen im vorbereitenden Integrationsprogramm unterrichtet und war an konzeptionellen Prozessen beteiligt. Neben diesen regelmäßigen Aufgaben durfte ich auch in die
anderen Arbeitsbereiche von „The Justice Project“ hineinschnuppern. Dazu zählten das Unterstützen der Öffentlichkeitsarbeit auf Messen und Konferenzen oder das Aushelfen im Bereich „Mariposa“ in der aufsuchenden Arbeit unter Frauen, die noch in der Prostitution tätig sind.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?
Am meisten Freude hat mir die Arbeit mit den Klient*innen bereitet: Beziehung zu ihnen aufzubauen und zu pflegen, sie in ihren Prozessen zu unterstützen und ihnen weiterzuhelfen.
Durch das Integrationsprogramm fördern wir die Klient*innen in den Bereichen Sprache, Persönlichkeitsentwicklung und Alltagsbewältigung. Hier hat es mir sehr viel Freude bereitet, zu sehen, wie die Teilnehmenden wachsen und wieder anfangen, an sich zu glauben, zu träumen und eine Zukunftsperspektive zu entwickeln.

Was war deine größte Herausforderung?
Für mich waren die größten Herausforderungen die Bereiche Grenzsetzung und Selbstfürsorge. In diesem Arbeitsfeld muss man lernen, ganz klar die Aufgaben und die Schicksale auf der Arbeit zu lassen und nicht mit nach Hause zu nehmen.

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe auch hauptberuflich nachzugehen?
Ja, ich kann es mir sehr gut vorstellen, nach meinem Studium in diesem Bereich zu arbeiten. Die Arbeit und die Frauen liegen mir sehr am Herzen und es braucht mehr Menschen, die
sie empowern, befähigen und unterstützen, ihren Wert und ihre innere Stärke zu entdecken.


Die 2009 gegründete, staatlich und kirchlich anerkannte CVJM-Hochschule – YMCA University of Applied Sciences – führt in Präsenz- sowie in berufsbegleitenden und onlinebasierten Teilzeit-Studiengängen in den Bereichen Theologie und Soziale Arbeit zum Bachelor of Arts und Master of Arts. Außerdem bildet die CVJM-Hochschule Erzieher*innen und Jugendreferent*innen aus. Verschiedene Weiterbildungen ergänzen das Angebot. Die CVJM-Hochschule betreibt zusätzlich vier Forschungsinstitute (Institut für Erlebnispädagogik, Institut für Missionarische Jugendarbeit, Institut empirica für Jugendkultur und Religion sowie das Evangelische Bank Institut für Ethisches Management). Derzeit sind 574 Studierende immatrikuliert. Rektor der CVJM-Hochschule ist Pfarrer Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt. Die Studierenden leben in einer Lern- und Lebensgemeinschaft auf dem bzw. in der Nähe des Campus.

Träger der CVJM-Hochschule ist der deutschlandweite Dachverband der Christlichen Vereine Junger Menschen (CVJM/YMCA), der CVJM Deutschland. Der CVJM/YMCA ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation, die insgesamt 40 Millionen Menschen direkt erreicht, und weitere 25 Millionen Menschen indirekt. In Deutschland hat der CVJM 310.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmende. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt des CVJM in Deutschland ist die örtliche Jugendarbeit in 1.400 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

Ehrenamtlicher Vorsitzender des CVJM Deutschland ist Präses Steffen Waldminghaus. Hauptamtlicher Leiter ist Generalsekretär Pfarrer Hansjörg Kopp.

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