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Soziale Arbeit in einem sozialen Brennpunkt: das „Petershofer Modell“

Am 1. Juni bekamen die Studierenden der CVJM-Hochschule Besuch von Pater Oliver Potschien, der über das „Petershofer Modell“ berichtete.

Der Vortrag von Pater Oliver fand in einem virtuellen Format statt, im Rahmen des von Prof. Dr. Christiane Schurian-Bremecker geleiteten Seminars „Methoden und klassische Verfahren Sozialer Arbeit“.

„Was ist das „Petershofer Modell“ und was hat dies mit der Sozialen Arbeit zu tun?“, fragten sich die Studierenden zu Beginn des Vortrags. Schnell bekamen sie umfassende Antworten auf ihre Frage, denn Pater Oliver Potschien erzählte anschaulich und offen über die von ihm aufgebaute sozialarbeiterische Arbeit im Duisburger Stadtteil Marxloh.

Pater Oliver hatte den Sozialarbeiter Oguz Topac und zwei junge Männer, Leonard Zinca aus Rumänien und Baker Yüksekdag aus dem Libanon, die im Sozialraum unterstützend tätig sind, mitgebracht. Dies trug zu einer besonderen Atmosphäre bei und eröffnete die Möglichkeit, direkte Fragen zu stellen.

Marxloh gilt als einer der sozialen Brennpunkte in Deutschland. Wenn irgendetwas passiert, dann in Marxloh, so könnte man vermuten, wenn man die Schlagzeilen der Presse verfolgt. Das von Pater Oliver aufgebaute und betreute Projekt richtet sich in erster Linie an rumänische und bulgarische Jugendliche und junge Erwachsene, die auf Weisung des Jugendgerichts eine Arbeitsleistung im Sinne des JGG (Jugendgerichtsgesetz) ableisten müssen. Im Rahmen des Modells wird den Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet, sich in das gemeinsame Leben im Stadtteil einzubringen. Wie dies passiert und was Pater Oliver alles noch so anbietet, um Menschen, die in diesem Stadtteil in prekären Verhältnissen leben, zu unterstützen, das war Gegenstand im Seminar.

„Der direkte Kontakt zu den Menschen ist bedeutsam“, so das Credo von Pater Oliver. „Wir möchten die Menschen auf ihrem Weg ein Stück begleiten und für sie da sein.“

„Das Spannende an dieser Veranstaltung war, dass die Studierenden sich dem Thema in kontroversen Diskussionsrunden und einem Ansprechpartner, der vor Ort wichtige Arbeit leistet, auch im virtuellen Raum nähern konnten“, so das Fazit dieser gelungenen Veranstaltung von Seminarleiterin Prof. Dr. Christiane Schurian-Bremecker.


Die 2009 gegründete, staatlich und kirchlich anerkannte CVJM-Hochschule – YMCA University of Applied Sciences – führt in Präsenz- sowie in berufsbegleitenden und onlinebasierten Teilzeit-Studiengängen in den Bereichen Theologie und Soziale Arbeit zum Bachelor of Arts und Master of Arts. Außerdem bietet sie die Kolleg-Fachschul-Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher und zur Jugendreferentin / zum Jugendreferenten an. Verschiedene Weiterbildungen ergänzen das Angebot. Die CVJM-Hochschule betreibt zusätzlich vier Forschungsinstitute (Institut für Erlebnispädagogik, Institut für Missionarische Jugendarbeit, Institut empirica für Jugendkultur und Religion sowie das Evangelische Bank Institut für Ethisches Management). Derzeit sind 552 Studierende immatrikuliert. Rektor der CVJM-Hochschule ist Pfarrer Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt. Die Studierenden leben in einer Lern- und Lebensgemeinschaft auf dem bzw. in der Nähe des Campus.

Träger der CVJM-Hochschule ist der deutschlandweite Dachverband der Christlichen Vereine Junger Menschen (CVJM/YMCA), der CVJM Deutschland. Der CVJM/YMCA ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation, die insgesamt 40 Millionen Menschen direkt erreicht, und weitere 25 Millionen Menschen indirekt. In Deutschland hat der CVJM 310.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmende. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt des CVJM in Deutschland ist die örtliche Jugendarbeit in 1.400 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

Ehrenamtlicher Vorsitzender des CVJM Deutschland ist Präses Steffen Waldminghaus. Hauptamtlicher Leiter ist Generalsekretär Pfarrer Hansjörg Kopp.

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