Gruppenfoto
Zwei Teilnehmerinnen zu Beginn von Follow me
Weniger Luxus

FOLLOW ME: Digitales Reflexionswochenende des Leadership-Programms

Mit Konfetti-Kanonen und Erinnerungen an die gemeinsame Zeit im Kloster kann auch in einer Videokonferenz eine intensive gemeinsame Zeit verbracht und gefeiert werden. Genau das erlebten 13 junge Erwachsene – unter ihnen Studierende der CVJM-Hochschule sowie Ehrenamtliche, die sich in Kirche und CVJM engagieren – beim digitalen Abschluss von FOLLOW ME.

Das Leadership-Programm FOLLOW ME unterstützt junge Erwachsene im Alter von 20 bis 27 Jahren dabei, unter dem Motto „Echt. Mutig. Leiten.“ ihr Potenzial auszubauen und ihren persönlichen Leitungsstil zu entwickeln. Ganz praktisch, indem sie ein eigenes Projekt in ihrem CVJM, ihrer Kirchengemeinde oder mit einem Mehrwert für unsere Gesellschaft verwirklichen.

Die 13 Teilnehmenden des Jahrgangs 2020/2021 hatten sich dazu mit einer Projektidee beworben. In der Basiswoche, die im September vergangenen Jahres im Kloster Plankstetten stattfand, wurden die Projekte miteinander konkretisiert und ein Zeitplan zur Umsetzung wurde erarbeitet. Nach intensiven Tagen im Kloster starteten dann alle – ausgerüstet mit einem Werkzeugkasten voller Tools aus den Bereichen Zeit- und Projektmanagement sowie Kommunikation – mit der Umsetzung des Projekts. Begleitet wurden alle Teilnehmenden in dieser Zeit von erfahrenen Mentor*innen.

Spenden-Sammeln mal anders

Exemplarisch soll an dieser Stelle eines der FOLLOW-ME-Projekte etwas ausführlicher vorgestellt werden. In der Projektphase hat Daniela Weber, Studentin an der CVJM-Hochschule, eine ungewöhnliche Spendenaktion zugunsten von „Face of Justice” in Costa Rica organisiert. Die christliche Organisation setzt sich für junge Menschen ein, die Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung geworden sind und möchte Mädchen und Frauen helfen, neue Hoffnung zu finden, Traumata zu verarbeiten und so neue Lebensperspektiven zu bekommen.

Daniela hat im Rahmen ihres Projekts Spenden gesammelt, indem sie nicht nur über die Arbeit von „Face of Justice“ informiert hat, sondern auch ein ungewöhnliches Experiment gewagt hat. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie über die sozialen Medien eine einwöchige Challenge organisiert, bei der galt: Je mehr Menschen spendeten oder die Aktion bekannt machten, desto unbequemer wurde Danielas Alltag:

Zuerst mussten alle Getränke außer Wasser aufgegeben werden, dann die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und schließlich auch das Schlafen im Bett. Eine ungewöhnliche Aktion, die nicht nur Mut und Kreativität erforderte, sondern mit über 1.200 Euro an Spenden einen wertvollen Beitrag für ein soziales Projekt erzielte.

Reales Konfetti beim digitalen Abschluss

Um die in der Projektphase gesammelten Erfahrungen miteinander zu teilen und Erfolge zu feiern, kamen im Mai alle Teilnehmenden und Mitarbeiter*innen des FOLLOW-ME-Jahrgangs noch einmal zum digitalen Reflexionswochenende zusammen. Nach einer kurzen Begrüßung und einem Speed-Meeting in Breakoutsessions konnten sich alle bei einer Achtsamkeitsübung in der Natur, die allen noch aus der Zeit im Kloster vertraut war, auf die Reflexionsphase einstimmen. In den sogenannten „Huddles“ (festen Kleingruppen, die für die Zeit des Leadership-Programms zusammen unterwegs sind) wurden Erfolge und Herausforderungen aus der Projektphase und persönliche Learnings miteinander geteilt.

Den feierlichen Höhepunkt bildete schließlich die digitale Verleihung der Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme an FOLLOW ME. Mit persönlichen Worten der Mitarbeitenden und einer mitgeschickten Konfetti-Kanone wurden alle Teilnehmenden und ihre Projekte gebührend zelebriert.

Das Leadership-Programm FOLLOW ME besteht seit 2012 und findet in Kooperation mit dem CVJM-Westbund statt. Weitere Informationen unter: www.follow-me-leadership.de

Lena Niekler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Missionarische Jugendarbeit


Die 2009 gegründete, staatlich und kirchlich anerkannte CVJM-Hochschule – YMCA University of Applied Sciences – führt in Präsenz- sowie in berufsbegleitenden und onlinebasierten Teilzeit-Studiengängen in den Bereichen Theologie und Soziale Arbeit zum Bachelor of Arts und Master of Arts. Außerdem bietet sie die Kolleg-Fachschul-Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher und zur Jugendreferentin / zum Jugendreferenten an. Verschiedene Weiterbildungen ergänzen das Angebot. Die CVJM-Hochschule betreibt zusätzlich vier Forschungsinstitute (Institut für Erlebnispädagogik, Institut für Missionarische Jugendarbeit, Institut empirica für Jugendkultur und Religion sowie das Evangelische Bank Institut für Ethisches Management). Derzeit sind 552 Studierende immatrikuliert. Rektor der CVJM-Hochschule ist Pfarrer Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt. Die Studierenden leben in einer Lern- und Lebensgemeinschaft auf dem bzw. in der Nähe des Campus.

Träger der CVJM-Hochschule ist der deutschlandweite Dachverband der Christlichen Vereine Junger Menschen (CVJM/YMCA), der CVJM Deutschland. Der CVJM/YMCA ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation, die insgesamt 40 Millionen Menschen direkt erreicht, und weitere 25 Millionen Menschen indirekt. In Deutschland hat der CVJM 310.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmende. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt des CVJM in Deutschland ist die örtliche Jugendarbeit in 1.400 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

Ehrenamtlicher Vorsitzender des CVJM Deutschland ist Präses Steffen Waldminghaus. Hauptamtlicher Leiter ist Generalsekretär Pfarrer Hansjörg Kopp.

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