Über (digitale) Kirche in Zeiten von Corona

Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie reformfähig und beweglich Kirche und CVJM sein kann. Aber es bestehen die berechtigten Bedenken, dass dies nur temporäre Veränderungsprozesse sind und sich alte Muster wieder durchsetzen.

Deshalb ist eine Diskussion über die Verwandlung der Kirche notwendig und diese hat auch schon auf fast allen Ebenen begonnen. Nichts wird wieder normal, und genau darin liegt für Kirche die Chance.

Die geglückten Angstüberwindungen der letzten Wochen mit der praktischen Erfahrung, dass Kirche und CVJM veränderbar sind, eröffnen eine neue Zeitenrechnung.

Prof. Tobias Faix, DTh (UNISA), und Prof. Dr. Tobias Künkler, die beiden Studiengangsleiter des Masterstudiengangs „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie und Soziale Arbeit“ an der CVJM-Hochschule, haben sich Gedanken zur „Verwandlung der Kirche“ gemacht.

Tobias Faix, Professor für Praktische Theologie, geht den Fragen nach, wie digitale Kirche in Zeiten von Corona aussehen und wie das Evangelium digital kommuniziert werden kann.

Das, worüber jahrelang diskutiert und theoretisiert wurde, erlebte in den letzten Wochen eine praktische Transformation: Kirche. Kirche kann auch digital. Nicht perfekt, nicht allumfassend, aber es gibt echte Gottesdienste, echte Begegnung und echten Glauben. Und zwar durch bis dahin für Kirche eher fremde Kommunikationswege wie YouTube, Zoom oder Facebook. Gottesdienste werden live gestreamt und erreichen in einem Monat mehr Menschen als analog im ganzen Jahr. Andachten werden zu Mutmachübungen in Krisenzeiten und die breite Öffentlichkeit diskutiert fleißig mit, ob und wann Kirchen wieder öffnen sollen.

Warum in Kirche und CVJM klassische Formen von Gemeinschaften immer häufiger scheitern und wie neue, verflüssigte Vergemeinschaftungsformen Hoffnung wecken, damit beschäftigt sich Tobias Künkler, Professor für Interdisziplinäre Grundlagen der Sozialen Arbeit. Er beschreibt das Vergemeinschaftungsparadox, in dem sich unsere Gesellschaft befindet: Zum einen gibt es eine grenzenlose Sehnsucht nach Gemeinschaft, zum anderen leben wir in hyperindividualisierten Zeiten und das führt dazu, dass klassische Formen von Gemeinschaft oft nicht mehr funktionieren.

Die ausführlichen Berichte von Tobias Faix und Tobias Künkler findet ihr hier und hier.


Die 2009 gegründete, staatlich und kirchlich anerkannte CVJM-Hochschule – YMCA University of Applied Sciences – führt in Präsenz- sowie in berufsbegleitenden und onlinebasierten Teilzeit-Studiengängen in den Bereichen Theologie und Soziale Arbeit zum Bachelor of Arts und Master of Arts. Außerdem bietet sie die Kolleg-Fachschul-Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher und zur Jugendreferentin / zum Jugendreferenten an. Verschiedene Weiterbildungen ergänzen das Angebot. Die CVJM-Hochschule betreibt zusätzlich vier Forschungsinstitute (Institut für Erlebnispädagogik, Institut für Missionarische Jugendarbeit, Institut empirica für Jugendkultur und Religion sowie das Evangelische Bank Institut für Ethisches Management). Derzeit sind 457 Studierende immatrikuliert. Rektor der CVJM-Hochschule ist Pfarrer Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt. Die Studierenden leben in einer Lern- und Lebensgemeinschaft auf dem bzw. in der Nähe des Campus.

Träger der CVJM-Hochschule ist der deutschlandweite Dachverband der Christlichen Vereine Junger Menschen (CVJM/YMCA), der CVJM Deutschland. Der CVJM/YMCA ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation, die insgesamt 40 Millionen Menschen direkt erreicht, und weitere 25 Millionen Menschen indirekt. In Deutschland hat der CVJM 310.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmende. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt des CVJM in Deutschland ist die örtliche Jugendarbeit in 1.400 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

Ehrenamtlicher Vorsitzender des CVJM Deutschland ist Präses Steffen Waldminghaus. Hauptamtlicher Leiter ist Generalsekretär Pfarrer Hansjörg Kopp.

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