Gruppenbild
Kleingruppenarbeit für das Planspiel
Wattwürmer entdecken

Eindrucksvolle Naturerlebnisse: CVJM-Hochschule auf Exkursion im Wattenmeer

Entdeckungsreise im Herzen der Natur: Studierende der CVJM-Hochschule erleben auf ihrer Wattenmeer-Exkursion in St. Peter-Ording unvergessliche Eindrücke und lehrreiche Momente:

Vom 14.03. bis zum 17.03.24 haben 14 Studierende der CVJM-Hochschule mit der Exkursion Wattenmeer St. Peter-Ording zum zweiten Mal besucht. Nach der Anreise und dem Ankommen im Evangelischen Jugenderholungsdorf ging es am Abend direkt auf eine Nachtwanderung, die den Nationalpark aufgrund der Dunkelheit nicht durch einen Panoramablick, sondern durch Hören, Tasten und Riechen vorstellte. Vogelrufe, Windböen, das Salz in der Luft und die Formen von unterschiedlichsten Strandfunden waren die ersten Eindrücke der Natur für die Gruppe.

Faszination Wattenmeer: Entdeckungen und Bildung

Am zweiten Tag ging es morgens auf eine Wattwanderung, und die Natur zeigte sich auf den ersten Blick unspektakulär: Brauner, sandiger Boden soweit das Auge reicht. Doch auf den zweiten Blick gab es viel zu entdecken: Knapp unter der Oberfläche war die schnellste Schnecke der Welt zu finden, ein bisschen tiefer ein Wattwurm und im Priel, dem kleinen Fluss durchs Watt, Seeringelwürmer, Babyschollen und unterschiedliche Muscheln. Mit voller Begeisterung nahmen die Studierenden die Möglichkeit an, mit Keschern selbst auf die Suche zu gehen. Schon bald wurden Funde, wie z.B. eine ausgewachsene Nordseegarnele, stolz herumgezeigt. Auch die Vögel wurden begutachtet, denn das Wattenmeer spielt eine wichtige Rolle als Zwischenstopp im globalen Vogelzug. Mit Beispielen wie diesen wurde auch die internationale Bedeutung dieses schützenswerten Lebensraumes deutlich und zeigt: Sozial-ökologisches Handeln steht immer in einem großen Zusammenhang und kann nur gemeinsam zwischen globalem Norden und Süden gedacht werden.

Neben Outdoor-Aktivitäten war das Programm auch mit Vorträgen zur theologischen und sozialarbeiterischen Einordnung und einem Planspiel zur Zukunft des Küstenschutzes gefüllt. Dr. Daniel Wegner sprach über die Wichtigkeit, Kindern schon Naturerlebnisse durch Angebote der Bildung für nachhaltige Entwicklung und des globalen Lernens zu ermöglichen und die umarmende Identität des Christentums, die ein- anstatt ausschließt. Anna-Lena Moselewski teilte Gedanken zu den Zusammenhängen von Schöpfungsbewahrung, sozialer Arbeit, globaler Gerechtigkeit und Theologie und machte exemplarisch deutlich, wie wichtig Naturräume hier und überall auf der Welt für die Arbeit als Sozialarbeiterin und Gemeindepädagogin sind.

Am Samstagnachmittag machte sich die Gruppe auf zu einer kleinen Kapelle, in der uns die Diakonin des Ortes, Frau Streubier, freudig mit einem Lied begrüßte. Sie erzählte uns von ihrer schöpfungsbezogenen Arbeit mit den Urlaubern vor Ort und führte uns vor Augen, wie man mit kirchlichen Angeboten viele Menschen mit der Natur in Berührung bringen und wie Gemeinde an einem Urlaubsort durch Angebote anziehend wirken kann.

Abschluss der Exkursion: Reflexion und Ausblick

Die freie Zeit wurde natürlich draußen verbracht, einige Studierende statteten auch der Nationalpark-Ausstellung einen Besuch ab, in der die globalen Zusammenhänge und die Besonderheit des Wattenmeers noch einmal anschaulich erklärt wurden, aber auch z.B. das Müllproblem genauer erläutert wurde, das bei einer Spülsaumwanderung vielen schon ins Auge gefallen war. Ein Highlight war wohl der europäische Hummer Astrid, der mit viel Geduld angefeuert wurde, bis er seine Muschel endlich geknackt hatte und sie verspeisen konnte.

Das Ende der Exkursion bildete ein von Dr. Daniel Wegner gestalteter Gottesdienst, der sich künstlerisch und sprachlich mit dem Vater Unser auseinandersetzte und allen ermöglichte, sich die einzelnen Passagen in Form eines Atemgebetes neu und persönlich anzueignen.

Nach einer anstrengenden, aber durchaus lustigen Zugfahrt kam die Truppe wieder in Kassel an und die Exkursion ging zu Ende – in den Erinnerungen wird sie jedoch sicherlich noch sehr lange verweilen.


Die 2009 gegründete, staatlich und kirchlich anerkannte CVJM-Hochschule – YMCA University of Applied Sciences – führt in Präsenz- sowie in berufsbegleitenden und onlinebasierten Teilzeit-Studiengängen in den Bereichen Theologie und Soziale Arbeit zum Bachelor of Arts und Master of Arts. Außerdem bildet die CVJM-Hochschule Erzieher*innen und Jugendreferent*innen aus. Verschiedene Weiterbildungen ergänzen das Angebot. Die CVJM-Hochschule betreibt zusätzlich vier Forschungsinstitute (Institut für Erlebnispädagogik, Institut für Missionarische Jugendarbeit, Institut empirica für Jugendkultur und Religion sowie das Evangelische Bank Institut für Ethisches Management). Zum Wintersemester 2023/2024 sind 474 Studierende immatrikuliert. Rektor der CVJM-Hochschule ist Prof. Dr. Tobias Faix. Die Studierenden leben in einer Lern- und Lebensgemeinschaft auf dem bzw. in der Nähe des Campus.

Träger der CVJM-Hochschule ist der deutschlandweite Dachverband der Christlichen Vereine Junger Menschen (CVJM/YMCA), der CVJM Deutschland. Der CVJM/YMCA ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation, die insgesamt 40 Millionen Menschen direkt erreicht, und weitere 25 Millionen Menschen indirekt. In Deutschland hat der CVJM 310.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmende. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt des CVJM in Deutschland ist die örtliche Jugendarbeit in 1.400 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

Ehrenamtlicher Vorsitzender des CVJM Deutschland ist Präses Steffen Waldminghaus. Hauptamtlicher Leiter ist Generalsekretär Pfarrer Hansjörg Kopp.

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