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Der lange Weg zum Kirchentag 2013

Der Kickertisch als Gesprächs-Öffner
Zwei junge Männer kickern im Freien
Gute Stimmung war bei gutem Wetter garantiert
Gruppe lacht im Sonnenschein
Die Programmpunkte wurden mit Liedern untermalt
Drei-köpfige Band spielt im Freien

Evangelistikprojekt von Studierenden der CVJM-Hochschule

Oktober 2012

An einem Wochenende im Herbst sitzen etwa 30 motivierte Studierende in einem Lehrsaal und tauchen ein in die Welt der Evangelisation. Gottes Wort weitergeben an junge Menschen in Hamburg - das ist die Vision. Im Rahmen des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentages ist dazu ein Evangelistikprojekt geplant, das neben Prof. Dr. Ulrike Treusch von Martin Scott und David Dunkmann von Wunderwerke e. V. unterstützt wird.

Was ist überhaupt Evangelisation? Was bedeutet das Kirchentagsmotto "So viel du brauchst" für uns? Und wie kann das Ganze konkret aussehen? Diese und viele andere Fragen beschäftigen uns Studierende an diesem und den folgenden Vorbereitungswochenenden.

Januar 2013

Langsam bekommen wir eine Idee davon, was uns erwartet. Wir werden in zwei Gruppen Bühnenprogramme und eine Ruheoase im Nachtcafé des CVJM sowie einen Gottesdienstentwurf für junge Erwachsene gestalten. Also werden Theaterstücke geschrieben, Inputs erarbeitet und Lieder ausgewählt. Unzählige Ideen werden dazu gesammelt, von denen viele schweren Herzens wieder verworfen werden müssen. Und irgendwie ist der Mai ja auch noch so weit weg.

1. Mai 2013

Es ist Mittwochmorgen, 6.30 Uhr. Ein Reisebus mit 29 Studierenden des Evangelistikprojekts, unzählig viel Gepäck, riesigen Bühnenteilen und bunten Requisiten verlässt den Campus in Richtung Hamburg. Auf einmal ging es doch so schnell - und ein halbes Jahr Vorbereitung liegt hinter uns. Neben viel Müdigkeit liegt auch eine freudige Anspannung in der Luft: Langsam wird's ernst.

Kaum in Hamburg angekommen, beginnen auch schon die Vorbereitungen. Ein Team baut gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen aus dem norddeutschen CVJM das Nachtcafé in den Räumen des CVJM zu Hamburg direkt an der Außenalster auf. Dort sollen von Donnerstag bis Samstag neben den von uns vorbereiteten Bühnenprogrammen auch Konzerte, Cafébetrieb und eine Chillout-Lounge zum Verweilen einladen.

Tatsächlich wurde das Nachtcafé In den folgenden Tagen zu einem beliebten Treffpunkt für CVJM-er/innen aus ganz Deutschland sowie für viele Gäste, die sich durch kreative Aktionen einladen ließen. So gab es beispielsweise direkt an der Alster die Möglichkeit, eine Schoko-Kuss-Wurfmaschine auszutesten und beim Kickern locker mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen. Im Café selbst erwarteten die Besucher dann auch die von uns erarbeiteten Programme, in denen wir verschiedenen Fragen auf den Grund gingen: Was gibt mir Halt, wenn das Kartenhaus meines Lebens einzustürzen droht? Was ist wirkliche Freiheit? Und was kann mir Hoffnung spenden in den Stürmen des Lebens?

Pantomime, Modenschau, Live-Musik und Lyrik ließen die 30-minütigen Programme zu kurzweiligen und abwechslungsreichen Gedankenanstößen werden, über die wir mit einigen Gästen anschließend ins Gespräch über Gott und die Welt kommen konnten.

Während im Nachtcafé im Laufe der Tage eine vertraute Routine eintraf, fieberte die andere Hälfte der Gruppe von Anfang an auf ihren Abend hin: Am Freitagabend fand der von ihnen erarbeitete Gottesdienstversuch für junge Erwachsene unter dem Motto "Nur noch kurz (die Welt retten)" im Zentrum Jugend statt. Schon am Donnerstag wurde dafür der Raum vorbereitet, die mitgebrachte Bühne aufgebaut, die Technik aufgestellt, und natürlich alles liebevoll dekoriert.

Anschließend begann das bange Warten: Wer würde kommen? Würde sich überhaupt jemand auf den Weg machen? Und dann noch den richtigen Raum in der verwinkelten Schule finden?

Um 20.00 Uhr hatten sich dann entgegen aller Befürchtungen etwa 70 Besucher eingefunden und konnten in den folgenden 1 1/2 Stunden ein Schwarzlichttheater-Stück, Musik von einer Band des CVJM Norddeutschland sowie eine Predigt von Martin Scott erleben.

5. Mai 2013

Sonntagabend, 18 Uhr. Viele müde, aber zufriedene Studierende steigen aus einem Reisebus. Reich beschenkt sind wir wieder in Kassel angekommen und blicken dankbar auf fünf Tage Kirchentag zurück.

Wir sind dankbar dafür,

  • dass der CVJM Norddeutschland dieses Projekt überhaupt erst ermöglicht hat
  • dass wir mit so vielen netten Menschen im Café und im Zentrum Jugend zusammenarbeiten durften
  • dass wir im CVJM zu Hamburg so herzlich aufgenommen und versorgt wurden
  • dass wir so viel ausprobieren und für die Praxis lernen durften
  • dass wir auf diesem langen Weg von Martin, David und Prof. Dr. Ulrike Treusch so gut begleitet wurden
  • dass wir von Gott selbst mit so viel mehr beschenkt wurden, als wir gebraucht hätten.

Lena Niekler (Studierende an der CVJM-Hochschule; Abschlussjahrgang 2014)