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Arbeit in der Drogenszene mit Szene Direkt

Logo des Szene Direkt e.V.
Logo des Szene Direkt e.V.
Musik erleichtert den Kontakt zur Drogenszene
Eine Gruppe von Mitarbeitern macht Musik mit Angehörigen der Drogenszene
Streetwork-Aktion um Drogenabhängige anzusprechen
Streetwork-Aktion "Du bist mein Stuhl" um Drogenabhängige anzusprechen

Szene Direkt e.V. ist eine christliche Initiative, die mit drogen- und alkoholabhängigen Menschen in Kassel arbeitet.

Wir betreiben einen Trinkerraum in der Innenstadt, der als Treffpunkt für Menschen dient, die sonst keinen Raum haben. Hier finden Begegnungen und Gespräche statt. Verschiedene Angebote, wie zum Beispiel ein kostenloses Mittagessen am Samstag, Live-Musik oder kreative Aktionen, tragen zu einer vertrauensvollen und herzlichen Atmosphäre bei. Es bestehen Möglichkeiten zur Weitervermittlung an Therapieeinrichtungen. Über dies betreiben wir Streetwork und suchen damit auch Kontakt zu den Menschen außerhalb unseres Treffpunktes.

Ziel unserer Arbeit ist es den Menschen einen sicheren Ort zu geben, an denen sie sich zuhause fühlen können. Wir möchten die Menschen so annehmen, wie sie sind, als geliebte Kinder Gottes, die wertvoll und einzigartig sind.

Unser Team besteht aus Christen aus verschiedenen Gemeinden und zum Teil aus ehemalig drogenabhängigen Menschen. So wissen wir, welche Probleme und innere Kämpfe die Menschen bewegen, die bei uns zu Gast sind.

Ich arbeite nun seit Sommer 2011 bei Szene Direkt mit und bin oft samstags vor Ort. Angefangen hat die Arbeit direkt dort, wo sich die Menschen getroffen haben - am Lutherplatz in Kassel. Inzwischen wird das Projekt von der Stadt mit unterstützt und wir haben einen eigenen Raum, den wir alle sehr mögen und mitgestaltet haben - in den wir die Menschen einladen können. Für mich sind die Begegnungen die ich dort hatte ein großer Schatz geworden.

Bevor ich die Gelegenheit hatte auf der Szene mitzuarbeiten, hatte ich Angst vor Menschen, die irgendwo auf der Straße abhängen - ich wollte keine Vorurteile haben, aber ich hatte sie. Mein Blick hat sich verändert. Ich habe noch nie irgendwo so viel über die essentiellsten Fragen des Lebens reden und nachdenken müssen wie dort. Ich haben noch nie irgendwo so für meinen Glauben gestritten und noch nirgends wurden mir so weit die Augen geöffnet. Ich bin einzigartigen, wertvollen und geliebten Kindern Gottes begegnet. Und ich fühle mich echt beschenkt.

Christoph Kosmehl (Studierender an der CVJM-Hochschule; Abschlussjahrgang 2015)

> ein Bericht der Lokalpresse über den Trinkerraum auf dem Lutherplatz