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Jugendliche unterstützen, ihr Potenzial zu entdecken

Kirs­ten Dahms
Arche-Muffins

Kirs­ten Dahms berich­tet von ihrem Pra­xis­se­mes­ter bei der Arche in Berlin-Hellersdorf:

Kirs­ten, wo hast du dein Prak­ti­kum absol­viert und wie bist du dar­auf auf­merk­sam geworden?

Ich war bei dem Kin­der­pro­jekt DIE ARCHE in Berlin-Hellersdorf. Dort habe ich im offe­nen Jugend­be­reich mit Jugend­li­chen von 13 bis18 Jah­ren gear­bei­tet. Auf die ARCHE bin ich durch Medi­en­be­richte und Erzäh­lun­gen von Bekann­ten auf­merk­sam gewor­den. Mich hat die Idee, Kin­dern, deren Grund­be­dürf­nisse in ihren Fami­lien nicht gestillt wer­den, in ihrer Ent­wick­lung zu unter­stüt­zen, begeistert.

Wel­che Auf­ga­ben stan­den auf dei­ner Tagesordnung?

Bei der Arbeit mit den Jugend­li­chen war es beson­ders wich­tig, eine Bezie­hung zu ihnen auf­zu­bauen. Wir waren da, wenn sie aus der Schule kamen, haben zusam­men mit den Jugend­li­chen Mit­tag geges­sen, mit ihnen Haus­auf­ga­ben und Kreativ-Workshops gemacht, Spiele gespielt und vie­les mehr.
Außer­dem waren wir mit Pla­nung, der Vor­be­rei­tung von Work­shops oder Aus­flü­gen und mit Team­be­sprechun­gen beschäf­tigt. Viel Wert wurde auf den Aus­tausch im Team gelegt. Jeden Abend gab es eine Reflexion-srunde, in der jeder noch­mal sagen konnte wie er oder sie den Tag erlebt hat. So bekam man regel­mä­ßig Rück­mel­dung zu sei­nem eige­nen Verhalten.

Aus­flug im angren­zen­den Park

Was hat dir am meis­ten Freude bereitet?

Beson­ders gefal­len hat mir die kon­krete Bezie­hungs­ar­beit mit den Jugend­li­chen. Es war span­nend zu sehen, wie es man­chen leicht fiel, mich zu akzep­tie­ren, wäh­rend andere län­ger brauch­ten, Ver­trauen und Akzep­tanz auf­zu­bauen. Ebenso span­nend war es, die Jugend­li­chen dabei zu unter­stüt­zen, ihr Poten­zial zu ent­de­cken und es wei­ter zu fördern.

Was war deine größte Herausforderung?

Mir ist es zu Anfang schwer gefal­len, die Zeit nach­mit­tags als Arbeit anzu­se­hen. Ich habe man­chen Nach­mittag damit ver­bracht, mit Jugend­li­chen an einer Spiel­konsole zu spie­len, oder mich ein­fach nur mit ihnen auf einem Sofa zu unter­hal­ten. Es hat eine Weile gedau­ert, bis ich begrif­fen habe, dass das für die Jugend­li­chen ­einen sehr gro­ßen Wert hat, und dass es auch Arbeit
ist, wenn sich jemand um sie küm­mert und wirk­lich Zeit für sie hat.

Kannst du dir vor­stel­len, die­ser Auf­gabe auch haupt­be­ruf­lich nachzugehen?

Auf jeden Fall! Ich finde es genial, dass die offene Jugend­ar­beit einem die Mög­lich­keit gibt, Jugend­li­che zu errei­chen, die sonst viel­leicht nicht erreicht werden.

Außer­dem kann die Arbeit ein groß­ar­ti­ges Lern­feld sein. Durch die Jugend­li­chen und die ande­ren Päd­ago­gen wird man in sei­nem Ver­hal­ten stän­dig gespie­gelt und man kann daran viel für sich lernen.

An der CVJM-Hochschule ist das Pra­xis­se­mes­ter eine Zeit, in der die Stu­die­ren­den in viel­fäl­ti­gen Pra­xis­fel­dern der Sozia­len Arbeit oder Gemein­de­päd­ago­gik tätig wer­den.