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Studienprofil Medienpädagogik

Module und Aufbau

  • W7 Kulturwiss. u. medienpäd. Handlungsansätze in der Sozialen Arbeit: Rolle und Bedeutung von Kultur und Kulturproduktionen (wie auch -produzenten) sollen anhand konkreter pädagogischer Themenfelder erarbeitet werden, wie auch strukturell die Kulturhoheit von Bund- und Ländern mitsamt ihren Zuständigkeiten untersucht wird.

    Zentral ist: Was ist/sind Kultur/-en? Welche Grundzüge der pädagogischen Praxis kommen zum Tragen? Bücher, Filme, Hörspiele unterhalten nicht nur, sie prägen auch. Bezüge zur Praxis bspw. anhand von Musik- oder Theaterpädagogik und gestalteter Kunst vermitteln anschauliche Anknüpfungspunkte und Inspiration für die eigene Weiterarbeit.
  • W10  Medien und Kommunikation: Medienwissen ist Demokratiewissen - Medienkommunikation war stets auch Herrschaftskommunikation. Nachrichtenauswahl und -produktion formen den Zugang in den öffentlichen Raum, der eben nicht jedem offensteht, ohne den aber die Artikulation eigener Positionen nicht möglich ist.

    Welches sind die Säulen der Mediendemokratie? Welche Wirkung hat ein "Scoop", was sind "Medienkarrieren"? Komplexe gesellschaftliche Prozesse werden medial auf Schlagzeilen reduziert. Welche Bedeutung haben Kommunikationstechnologien und -theorien für die Demokratievermittlung?
  • W11  Medien und praktischen Handeln in der Sozialen Arbeit und ?Gemeindepädagogik: In diesem projektorientierten Modul werden die theoretischen Erkenntnisse in praktische Modelle, Projekte und Spiele übertragen.

    Welche Möglichkeiten zur Informationsvermittlung bietet etwa Social Media über die reine Information hinaus? Wie lassen sich Gruppen organisieren? Wie können Elemente virtueller Spiele in die Realwelt eingebettet werden? Wie können Beiträge älterer Generationen von jungen Generationen medial transformiert und damit digital "gesichert" werden?

    Zu vermitteln sind Wege, die das "Zuschauerbewusstsein" aufbrechen und zu einem "Mitmachbewusstsein" transferieren.

Warum sollte ich das Studienprofil Medienpädagogik wählen?

Angesichts der sich vertiefenden weltweiten Vernetzung und medialen "Wahrheitsproduktion" ist eine kontinuierliche Beschäftigung mit Medienpädagogik von großer Bedeutung. Nur so lassen sich Strukturen durchschauen und Prozesse hinterfragen, die die individuelle Realitätswahrnehmung rahmen und beeinflussen.

Alle Menschen werden durch Medien beeinflusst. Die langjährige Diskussion, u.a. durch Wilhelm Gräb vertreten, inwieweit nun Medien dominierende Sozialisationsagenten oder nur ein Zuträger im Konzert der Sozialisationsfaktoren sind, wird aufgegriffen und beantwortet.

Nur wer die Arbeitsweise von Medienproduzenten und Struktur der Medienanbieter kennt, kann sich einer fremdinduzierten Wahrheit entziehen und ein eigenes Weltbild formulieren oder aufrecht erhalten. Für die Soziale Arbeit ist darüber hinaus wesentlich, dass man mit Medien arbeiten können muss, um die betreuten Zielgruppen dort repräsentieren zu können und ihnen zu Sprachfähigkeit zu verhelfen. Sozialarbeiter sind nicht nur Helfer, sondern auch Kommunikatoren und Multiplikatoren.

Vorteile für mich als Student/-in

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis steht im Vordergrund. Künstler, Journalisten, Theaterpädagogen wurden in der Vergangenheit in relevante Seminareinheiten eingebunden. So ist eine theoriegestützte und dennoch "anfassbare" Wissensgenerierung sichergestellt. Inhalte und Arbeitsthemen sollen anschlussfähig sein an den wissenschaftlichen Mainstream - das Ziel ist, von vornherein so zu arbeiten, dass die Ergebnisse auch einer externen Begutachtung standhielten - nur so lässt sich eine Binnenorientierung vermeiden und können wertvolle Kontakte auch über die Hochschule hinaus geknüpft werden.

Sich aus dem inhaltlichen Spektrum ergebende Arbeitsthemen (z.B. für BA-Arbeit)

  • Selbst- und Fremdbilder / Identität
  • Mediensozialisation / Intimität und Sexualität online
  • Demokratievermittlung / In- und Out-Groups in Social Media
  • Kunst und Soziale Arbeit / Das Bild von Arbeit in der Kunst