kopfbild

Intensives Erleben in Südafrika

Nach intensiven zwei Wochen ist die Präsenzphase des Human-Development-Studiengangs (HuD) vorüber. In Vertretung der CVJM-Hochschule begleiteten Prof. Dr. Joachim Rennstich und Kerstin Löchelt die elf internationalen Studierenden im südafrikanischen Durban.

Das HuD-Programm ist einer der Online-Studiengänge der CVJM-Hochschule und wird auf Englisch angeboten. „Die Studierende leben in verschiedenen Ländern. Die Präsenzphase ist somit ein wichtiger Bestandteil, um sich als Gruppe wiederzufinden“, erklärt Rennstich. Den Beginn machte kein Geringerer als der Generalsekretär des Südafrikanischen YMCA, Sipho Sokhela. Durch den YMCA-Blickwinkel beleuchtete er die gesamtgesellschaftlichen Verwerfungen und Herausforderungen aus der Geschichte Südafrikas, ob für Institutionen, die Regierung oder einzelne Personen.

In den zwei Wochen standen zahlreiche Projekt an. Die Tage begannen zunächst mit einer Morgenandacht, die jeweils von einem anderen Gruppenmitglied gestaltet wurde, gefolgt von Präsentationen der Gastdozierenden, Besuchen von Einrichtungen oder besonderen Touren durch die Stadt. Zwei Beispiele: Die Arbeit des „Institute of Healing of Memories“ [url=www.healing-memories.org] machte einen tiefen Eindruck auf die Gruppe. Die Tour mit Desmond D’Sa, Gründer der „South Durban Community Environmental Alliance“ (SDCEA) [url=http://www.sdcea.co.za], die uns hautnah die toxischen Gefahren einer Industriepolitik aufzeigte, ebenso. „Wir haben auch Erfahrungen mit neuen Vermittlungsformen gemacht, wie etwa der thematischen Arbeit zu Fragen nach Rassentrennung, Klassen und Gender in der Ära nach der Apartheid, auf der Basis einer Bibelarbeit“, schildert Rennstich.

Die Tage endeten mit Gruppenreflektionen und Kleingruppenarbeit. „Die Präsenzphasen verbinden ein intensives Erleben mit intensivem Lernen. Viele von uns, die Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit mit Partnern gemacht haben, wissen, wie viel man gerade in den informellen Momenten lernt.“ Die Begegnungen mit Menschen aus ganz anderen Kontexten, die Gespräche mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen, das Beobachten von Gruppen am Strand oder Menschen in den Straßen – diese Momente seien ein wichtiger Teil der Präsenzphase.

„Nun gehen wir wieder in unsere getrennten Länder und Wohnstätten zurück, aber als Gruppe vereint. Online eben“, sagt Rennstich schmunzelnd.